D O S T O J E W S K I  


Любовь Федоровна Достоевская Степан Катков Михаил Никифорович Краевский Андрей Александрович Карамзин, Достоевский, Фёдор Михайлович Николай Михайлович Майков,
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Dimitri Grigorowitsch teilte 1844 mit Dostojewski die Wohnung und berichtet:
„Dostojewski konnte tage- und nächtelang ununterbrochen am Schreibtisch sitzen. Er verlor kein Wort darüber woran er schrieb. Auf meine Fragen antwortete er widerwillig und lakonisch, und da ich wußte, wie verschlossen er war, drang ich nicht weiter in ihn. Ich konnte nur eine Menge mit seiner charakteristischen Handschrift bedeckter Bögen sehen: wie Perlen aus der Feder geflossene Buchstaben, wie gemalt . . .  Und wie er mit dem Schreiben aufhörte, nahm er gleich das ein oder andere Buch zur Hand.“
 

Seine zweite Frau zur Entstehung seiner Werke:
„Es kam vor, dass die ersten drei Kapitel des Romans gedruckt waren, das vierte im Satz stand und das fünfte gerade zur Post gelangte, das sechste aber erst geschrieben wurde.“
Dostojewskaja; Erinnerungen
 
 
                                   
 

 
Warwara Timofejewa, Korrekturleserin bei der Zeitschrift "Der Staatsbürger":
"Bevor er seine Dialoge schrieb, pflegte er sie immer mehrmals zu wiederholen, laut oder flüsternd, während er die Worte mit entsprechenden Gesten begleitete. Es war als sähe er die entworfenen Figuren."
Kjetsaa; Der gewaltigste unter den russischen Giganten
 
"Eines brauchte Fjodor Michailowitsch für das Schreiben seiner Werke unbedingt  - Ruhe. Deswegen schrieb er häufig nachts. So gewöhnte er sich daran, spät schlafen zu gehen und entsprechend spät aufzustehen. Wenn er nachts schrieb, stand er gewöhnlich um zwei Uhr auf. (. . .)
. . . und es bedurfte liebevoller Fürsorge und großen Taktgefühls, von Anna Gregorjewna, damit trotz der kleinen Kinder und der beiden weiblichen Hausgehilfen im Hause Ruhe herrschte, ohne die Fjodor Michailowitsch weder schlafen noch arbeiten konnte."
Aus den Erinnerungen des Schriftsetzers M. A. Alexandrow (vgl. Düwel)
Michael Alexandrowitsch Alexandrow war Metteur in Druckerei bei Graschdinin. Er hinterließ umfangreiche und wertvolle Erinnerungen an Begegnungen mit Dostojewski aus der Zeit 1872 - 81 


"Wenn ich einen Roman schreibe, so dränge ich eine Menge einzelner Romane und Novellen in ihn hinein; daher fehlt dem ganzen Maß und Harmonie."
Doerne; Gott und Mensch in Dostojewskijs Werk
 

24. März 1870 Dresden, Dostojewski  in einem Brief an N. N. Strachow:
"Ich habe stets mein ganzes Leben lang, für die Leute gearbeitet, die mir das Geld im Voraus bezahlten. So ist es immer gewesen und niemals anders. (. . .) Dafür gab ich, wenn ich Vorschüsse erhielt, immer etwas schon Vorhandenes, das heißt, ich verkaufte mich nur dann, wenn der dichterische Gedanke schon geboren und womöglich gereift war."

„Der Schriftsteller ging durch Stadtviertel Petrograds, in die seine Helden vom sozialen Milieu her gehörten. Er wählte konkret Straßen, Kneipen, Häuser aus, in denen er die Handlungen seiner Romane ansiedelte. Er maß mit Schritten wirklich die Entfernungen, zählte wahrhaftig die Stufen. Den Ort der Handlungen vor Augen, ließ er seine Geschichte im Geist ablaufen wie im Film. Dann ging er nach Hause und schrieb das `Gesehene` auf.“
Granin, Daniil, Über Dostojewski (3 S.) In: Magazin 3/1981 Berliner Verlag

„Fjodor Michailowitsch warf die Pläne zu seinen Werken gerne um; mehr noch, er entwickelte, überdachte und komplizierte sie, legte aber keinen Wert darauf, seine Manuskripte abzuschließen.“
Viktor Schklowski; Pro und Kontra 1957 In: Bachtin; Probleme der Poetik Dostoevskijs S. 47

"Dostojewski legte regelmäßig Zettel neben sein Bett: „Sollte ich in lethargischen Schlaf fallen, begrabe man mich nicht vor 5 Tagen!“.
Jaques Catteau; Dostoevsky and the process of literary creation, Cambridge 2003, S. 103

"Er arbeitet fast nur nachts. Gegen elf Uhr, wenn im Hause Stille herrschte, begann er zu schreiben, während vor ihm ein Samowar stand, aus dem er sich mit kaltem Tee bediente, der so konzentriert war wie Lakritzensaft. Um fünf Uhr morgens ging er zu Bett und schlief bis zwei Uhr nachmittags."
Troyat, Dostojewsky S. 212
 
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