D O S T O J E W S K I  


Алеша Федорович Достоевский Анненков, Павел Васильевич Аксаков Иван Сергеевич Белинский, Виссарион Григорьевич Бакунин, Достоевский, Фёдор Михайлович Михаил Александрович Петрашевский, Михаил Васильевич
 
„Er war es, der ihm Geld lieh, der ihm verschiedene Erleichterungen in seiner Behandlung sicherte und ihm zu guter Letzt die Wiedereinsetzung in seinen Offiziersrang, völlige Begnadigung und die Erlaubnis nach Ruland zurückkehren zu dürfen, verschaffte."
Mackiewicz; Der Spieler seines Lebens S. 87

Seinem Vater schreibt Baron Wrangel über Dostojewski:
„Das Schicksal hat mich mit einem ganz seltenen Menschen zusammengeführt, ungewöhnlich ist sein Herz, und auch seine geistigen Fertigkeiten sind es: das ist unser junger, unglücklicher Schriftsteller Dostojewski. Ich bin ihm zu Dank verpflichtet, seine Worte, Ratschläge und Ideen haben mich fürs ganze Leben gestärkt . . . Er ist ein sehr gottesfürchtiger Mensch, kränklich, hat aber einen eisernen Willen.“
Zenta Maurina; Dostojewskij S. 73


Андрей Михаила Михайловича Достоевского Странная женщина и мужчина под кроватью Маленьким героем Дядюшкин сон Достоевский, Фёдор Михайлович Степанчиково и его обитатели Записки из Мертвого дома Униженные и оскорбленные
Alexander Jegorowitsch Wrangel (1833 - 1912)


Dostojewski 1856 in einem Brief an A. Majkow
„Graf Alexander Wrangel, ein sehr junger Mann mit hervorragenden Eigenschaften des Herzens und der Seele. (. . .) Wir wurden Freunde, und ich gewann ihn sehr lieb. (. . .) Er besitzt außerordentlich viel Güte, keine besonderen Überzeugungen, ein edles Herz, auch Verstand – aber ein schwaches, zartes Herz. (. . . ) Er hat mir eine Menge Gutes zukommen lassen. Aber ich habe ihn nicht einzig und allein des Guten wegen lieb, das er tat. Zum Abschluß: er ist ein wenig argwöhnisch, äußerst sensibel, manchmal verschlossen und in seinen Gemütsverfassungen etwas ungleich.“
Hitzer F. (Hrsg.); Dostojewski - Gesammelte Briefe 1833 - 1881, Piper  S. 111
   
Wrangel in seinen Erinnerungen an die Semipaltinsker Zeit:
"In seiner Verzweiflung bat er (Dostojewski) mich, seine Arbeiten unter meinem Namen erscheinen zu lassen."
Dostojewski - Briefe; Piper 1920 S. 275

Die Briefwechsel zwischen den beiden fanden nach Dostojewskis Entlassung, Anfang der 60er Jahre, ihr Ende.

Im September 1965 wendet sich Dostojewski aus Wiesbaden nochmals mit mehreren Bittbriefen um Geld an ihn, auf die Wrangel zunächst nicht antwortet.
"Ich muß gestehen, daß ich Sie in meinem zweiten Brief um Hilfe gebeten habe. Ich habe alles Geld verspielt, ich bin im Gasthaus verschuldet, mein Kredit ist völlig erschöpft, und ich befinde mich in schwierigster Lage."
Als schwanke der Boden unter mir / Briefe

Wrangel sandte ihm 100 Rubel und lud Dostojewski zu sich nach Kopenhagen ein. Nach einem einwöchigen Aufenthalt bei Wrangel verlässt er Kopenhagen in Richtung Russland mit dem Schiff.
"Bevor Dostojewski in Kronstadt von Bord geht, übergibt er der Besatzung ein für Wrangel in Kopenhagen bestimmtes Schreiben. in dem er den Baron bittet, seine Schiffsrechnung zu begleichen. Dies musste beim Adressaten um so mehr Befremden auslösen, als der ihm nicht nur 100 Taler nach Wiesbaden geschickt und ihn in Kopenhagen eine Woche lang bewirtet, sondern ihm für die herbstliche Schiffspassage auch einen Mantel und ein Plaid geliehen hatte, um deren Rücksendung er Dostoevskij später höflich bittet."
Guski, Andreas; "Geld ist geprägte Freiheit". Paradoxien des Geldes bei Dostoevskij (I)

„Offensichtlich muß irgend etwas späterhin die Beziehungen zwischen Wrangel und Dostojewskij getrübt haben, denn Dostojewskij mochte Wrangel nur solange gern, als er ihn brauchte – solange Wrangel damit beschäftigt war, ihm aus seinem Unglück herauszuhelfen.
In Dostojewskijs späteren Briefen, in den ärgerlichen Bemerkungen über Gläubiger, die er sobald wie nur möglich zu befriedigen bestrebt war, finden wir zu unserem Entsetzen Wrangels Namen, eingerahmt von denen zweier sehr beschwerlicher Wucherer.“
Mackiewicz; Der Spieler seines Lebens S. 89
 
„Wenn ich an all die Wrangels, Latkins, Reislers und an vieles andere denke .  .  .“
Dostojewski im Mai 1867 aus Homburg an seine Frau
Hitzer F. (Hrsg.); Dostojewski - Gesammelte Briefe 1833 - 1881, Piper  S. 214

Von 1863 bis 1867 war er Sekretär der russischen Gesandtschaft in Kopenhagen. 1879 - 97 Generalkonsul in Danzig. 1898 - 1906 Botschafter in Sachsen und Braunschweig. Er ließ sich 1906 pensionieren und schrieb seine Memoiren über Dostojewski. Diese erschienen 1908/1909 in der Zeitung "Neue Zeit" und 1912 dann als Buch.
In Anlehnung: http://www.kazpravda.kz vom  11.11.2006

Ausschnitte (24 S.) von Warngels Erinnerungen an Dostojewski während ihrer gemeinsamen Zeit in Semipalatinsk findet man zudem im Anhang der ersten (1914) als auch zweiten (1920) Piper-Auflage der Briefe Dostojewskis.


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