D O S T O J E W S K I  



 
Veröffentlichung
1879 erstmalig in der Zeitschrift „Der Russische Bote“
 
Handlung
Drei Söhne kehren zu ihrem verhassten Vater zurück, der darauf bald ermordet aufgefunden wird. Der Verdacht fällt auf seinen ältesten Sohn.


Anmerkungen
„Dostojewskij veranschaulicht in seinem letzten Roman eine Wesens- und Phasenlehre der Wirklichkeit des Bösen. Die drei Brüder Karamasow, die der Titel nennt, verkörpern die drei Haltungen des Menschen zum bösen Wunsch, wobei Dostojewskijs Prämisse so aussieht, dass das Böse, um wirklich sein zu können, darauf angewiesen ist, dass es gewünscht ist. Ja das Böse muss ausdrücklich gewünscht werden, um Wirklichkeit zu werden.“
Gerigk, Das Russland-Bild Dostojewskijs S. 70  In: Zeitperspektive -  Studien zu Kultur und Gesellschaft


df
        Copyright und Danke: Vitali-Konstantinov


„In den Brüdern Karamasow ging es ihm um die Grundfrage menschlicher Schuld, also darum, dass Dimitrij eine Schuld auf sich nimmt, die er nicht faktisch, doch im Herzen begangen hat; um eine religiöse Schuld.“
Thiess, Dostojewski – Realismus am Rande der Transzendenz   S. 217

"Die Brüder Karamasow ist von Dostoevskijs Novellen die am stärksten durchkomponierte. Aber in dieser Novelle treten auch alle die inneren Mängel des Geistes und der Phantasie des Autors am meisten zutage."
Kropotkin, Peter, Ideale und Wirklichkeit der russischen Literatur S. 172

„Das Tempo des Romans selbst, der stürmische Charakter seines Dranges auf die fortschrittlichen Schichten der russischen Gesellschaft, die symbolische Konvention der Hauptgestalten – alles erinnert an die Apokalypse.“
Wolynski; Das Buch vom großen Zorn  S. 177

Es wird viel und oft darüber gemutmaßt, ob Dostojewski eine Fortführung der Brüder Karamasow schreiben wollte oder nicht.
Lesen Sie mehr dazu.
 
Oft werden zwei Vorhaben angeführt. Das sind „Atheismus“ und „Lebenserinnerungen eines großen Sünders“.
Lesen Sie mehr dazu.


"Jedes Buch  der `Brüder Karamasow repräsentiere eine literarische Gattung. Und Sacharow zählt auf:
Familienroman (Erstes Buch: `Die Geschichte einer Familie`),
sozialpsychologischer Roman (Zweites Buch: `Eine unziemliche Versammlung` und Viertes Buch: `Nadryv),
erotischer Roman (Drittes Buch: `Die Lüstlinge`),
philosophischer Roman /Fünftes Buch: `Pro und Contra` und Sechstes Buch `Der russische Mönch`),
christlicher Roman (Siebentes Buch: `Aljoscha`),
Kriminalroman (Achtes Buch: `Mitja`),
Detektivroman (Neuntes Buch: `Die Voruntersuchung`),
Entwicklungsroman (Zehntes Buch: `Die Jungen`),
Mystischer Roman (Elftes Buch: `Der Bruder Iwan Fjodorowitsch`),
Gerichtsroman (Zwölftes Buch: `Ein Justizirrtum`)."
Gerigk, Hans-Jürgen; Dostojewskijs Entwicklung als Schriftsteller S. 263



nach oben
 
Kontakt                          Impressum                         Gästebuch
 
 
das