D O S T O J E W S K I  



 
Alias
Der Traum eines komischen Menschen

Veröffentlichung

1877 erstmalig veröffentlicht in "Tagebuch eines Schriftstellers"

Inhalt
„Der `lächerliche Mensch` will die Endkonsequenz aus der `Untergrundideologie` ziehen: Ihm ist alles gleich, und er will sich erschießen. Da durchlebt er in seinem Traum die ganze Menschheitsgeschichte.“
Schröder; Nachwort Traum eines lächerlichen Menschen  Reclam 1971 S. 341

Anmerkungen
„Der `Traum eines komischen Menschen` gibt uns den Schlüssel zu Dostojewskijs religiöser Philosophie. Um nicht pathetisch zu wirken und durch Übertreibungen abzustoßen, hat er die Überzeugung seiner Reifejahre in den Mund eines komischen Menschen gelegt.“
Maurina; Dostojewskij  S. 312 f.


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„Der Traum eines lächerlichen Menschen schließt zunächst ganz unverkennbar an die früheren utopischen Visionen eines goldenen Zeitalters an (Stawrogin, Werssilow). Die Erzählung wird dann auch meistens als Dostojewskijs letzte und radikale Utopie gewertet. Er habe sozusagen der Versuchung nachgegeben, noch einmal einen unrealisierbaren und trotzdem geliebten Wunschtraum zu träumen. In Wirklichkeit ist es gar kein Utopie, vielmehr eine zutiefst pessimistische Parabel."
Braun; Dostojewskij – Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit S. 22


„Der Traum eines lächerlichen Menschen enthüllt die traumhafte Utopie paradiesischer Existenz als Schein-Utopie: In Wahrheit ist es keine Utopie, kein Traum; denn die Möglichkeit, hier und jetzt den Nächsten wie sich selbst zu lieben, ist in Wirklichkeit hier und jetzt gegeben; hier und jetzt kann – nach Dostojewski – das Paradies auf Erden sein.
Busch; Zur Figur des lächerlichen Menschen S. 35 In Jahrbuch DDG Bd. 2


„Lächerlich wird der Erzähler von seiner Umwelt deshalb genannt, weil er die in diesem visionären Traum erlebte `Wahrheit` berichtet, nämlich wie Menschen in frieden und Liebe miteinander leben könnten, ohne Hass, Sünde, Bosheit, Krieg, ohne Schuld. Dostojewski spielt auf das `goldene Zeitalter` an, also auf den Hesiod zurückgehenden griechisch-lateinischen Mythos.“
Kasack; Dostojewski - Leben und Werk S. 121










































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