D O S T O J E W S K I  


Мальчик у Христа на ёлке, Честный вор, Чужая жена и муж, под кроватью, Чужая жена и муж под кроватью, Слабое сердце, Неточка Незванова, Маленький герой, Дядюшкин сон, Село Степанчиково и его обитатели
 
Veröffentlichung
1846 in den "Vaterländischen Annalen"
 
Handlung
Herr Prochartschins krankhafter Geiz wird durch seinen unerwarteten Tod ad absurdum geführt.
 

             Biedni ludzie, powieść epistolarna, Sobowtór: poemat petersburski,  Gospodyni,  Białe noce (opowiadanie),  Cytaty, Nietoczka Niezwanowa,  Sioło Stiepanczykowo i jego mieszkańcy, Wspomnienia z domu umarłych,  Skrzywdzeni i poniżeni,  Notatki z podziemia,  Zbrodnia i kara,
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Anmerkungen


„Die Erzählung geht auf eine wahre Begebenheit  zurück, über die in den Zeitungen berichtet wurde: Im Nachlass eines anscheinend bettelarmen pensionierten Beamten wurde ein für damalige Verhältnisse enormes Vermögen (170.000 Rubel) gefunden. Als ursprüngliches literarisches Modell hat Dostojewskij selbst später (1861) Puschkins `Geizigen Ritter` angegeben: Er habe die dort gegebene Motivierung (krankhafte Freude am bloßen Gedanken,  die Macht des Geldes auszunützen) in moderne Verhältnisse übertragen wollen.“
Braun, Maximilian; Dostojewskij – Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit S. 57
 
  
"Das Motiv ist nicht neu und wurde in der naturalistischen Natur mehrfach verwendet. Auch der Stil der Darstellung (. . .) ist der gewöhnliche naturalistische Stil der 40er Jahre. Eigenartig ist jedoch die Art der Schilderung. Eigentlich wird die Geschichte nicht erzählt, es werden vielmehr die Eindrücke und Auffassungen der handelnden Personen, hauptsächlich der Untermieter referiert. Die Handlung muss der Leser erraten, was allerdings nicht schwierig ist. Der Standpunkt des Verfassers tritt durch den karikiert wichtigen und zugleich leicht ironischen Ton nicht hervor.
 
(. . .)
 
Das eigene Gesicht zu verstecken, in Andeutungen zu reden, ist ein literarischer Kunstgriff, den man erst viel später bei russischen Schriftstellern wiederfindet. Die Zeitgenossen Dostojevskijs waren für derartige Dinge noch nicht bereit. Sie konnten sie nicht verstehen und litten unter dem Eindruck einer unnötig erschwerten, schlechten Darstellungsweise. Die Novelle `Her Prochartschin` hatte noch weniger Erfolg als `Der Doppelgänger`."
Trubetzkoy; Dostoevskij als Künstler S. 53 f


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September 1846 - Dostojewski an seinen Bruder Michail:
"Eine gewisse Stelle (die Zensur)  hat meinen Prochartschin entsetzlich verstümmelt. Die Herren haben mir sogar, Gott weiß warum, das Wort Beamter gestrichen; das Ganze war ja ohnehin ganz unschuldig, doch sie haben es furchtbar zusammengestrichen. Sie haben in dem Buch das ganze Leben getötet. Es ist nur ein Skelett dessen, was ich Dir vorgelesen habe, zurückgeblieben.
Nun sage ich mich von meiner Erzählung los."
Hitzer; Briefe Piper S. 51
  
"Über Herrn Prochartschin veröffentlichte Belinskij 1847 eine Kritik, die ebenso abfällig war, wie die über die Armen Leute lobend: er warf dem Werk Manierismus  und Unnatürlichkeit vor."
Maurina, Zenta; Dostojewskij S. 34

Belinski:
„Es glänzen einige Schimmer von Talent darin, aber in solcher Finsternis, dass dieser Schein keine Unterscheidungen erlaubt.“
Troyat, Henri; Dostojewsky S. 93

"Dostojewski begann die für ihn so charakteristisch gewordene Traumtechnik sehr früh zu entwickeln: Bereits in einer seiner ersten Erzählungen, in `Herrn Prochartschin`, erhält der quälende Todestraum des reichen Bettlers - das alles verzehrende Feuer - eine zentrale, tragende Funktion."
Reber, Natalie; Die Tiefenstruktur des Traums in Dostoevskijs Werk  In: Rothe, Hans (Hrsg.); Dostoevskij und die Literatur S. 189


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