D O S T O J E W S K I  


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Dostojewski bereute bald seinen Entschluss, die Anstellung angenommen zu haben. Die Arbeit war undankbar. Er musste eingesandte Artikel selbst korrigieren und für seine Mitarbeiter verantwortlich zeichnen. Die Zensur war eine ständige Gefahr. Bereits nach vier Wochen brachte ihn eine Unvorsichtigkeit* vor Gericht.
 
Der Verleger, Fürst Meschtscherskij, über Dostojewski:
„Nie im Leben habe ich einen konservativeren Menschen als Dostojewski gekannt. Er war ein treuer Monarchist und eine eifriger Anhänger der Autokratie, und dennoch war er wegen politischer Verbrechen nach Sibirien gekommen.“
 
Meschtscherskij war für seine reaktionären Ansichten und seine Regierungsnähe bekannt. Das Zitat will demnach durchaus etwas bedeuten.


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                  A. I. Meschtscherskij
 

Zwischen ihm und seinem Arbeitgeber entwickelten sich zunehmend politische Differenzen. Andererseits darf auch angenommen werden, dass die ständigen Auseinandersetzungen zwischen Dostojewski und Meschtscherskij den weitaus ausdifferenzierten Ansichten Dostojewskis geschuldet waren. Weiterhin kam er mit dem Zustand einer Festeinstellung auch immer schlechter zurande und ihm stand nach unabhängiger Arbeit der Sinn.
 

In einem Brief vom 26. Februar 1873 an M. P. Pogodin findet man den vermutlich nachhaltigsten Beweggrund für seine Kündigung:
„Andererseits durchschwirren mein Kopf und entfalten sich in meinem Herzen Bilder von Erzählungen und Romanen. Ich denke sie mir aus, notiere sie, füge dem skizzierten Plan täglich neue Züge hinzu und sehe sogleich, dass meine ganze Zeit von der Zeitschrift beansprucht wird, dass ich nicht mehr schreiben kann und mich überkommen Gewissensbisse und Verzweiflung.“
Gesammelte Briefe; Piper Verlag S. 417


Die Kündigung geschah selbstredend auch sehr zum Bedauern seiner Frau.
 
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